Verfahrensbeschreibung

Harzinjektion

Das RTM-Verfahren, „Resin-Transfer-Moulding“ oder zu Deutsch „Harzinjektionsverfahren“ ist eine Verarbeitungstechnologie zur Herstellung von Faserverbundkunststoffen (FVK).

Carbon-, Glas- und Aramidfasern sind die wohl bekanntesten Verstärkungsfasern, welche mit einem Matrixsystem (Harz-Härtergemisch) durchtränkt, zu Bauteilen verarbeitet werden.

Geschlossene Werkzeuge

Im RTM-Prozess werden die Faserhalbzeuge direkt oder in Form von Pre-Formlingen in ein Werkzeug, bestehend aus Ober-und Unterform, eingelegt. Nach dem Schließen des Werkzeuges wird mittels einer Injektionsmaschine das Matrixsystem mit Drücken von bis zu 35 bar in die Kavität des Werkzeuges injiziert. Anschließend beginnt die Aushärtung im beheizten Werkzeug.

Verfahrensvorteile

Bedingt durch die Herstellung und Aushärtung in einem geschlossenen Werkzeug erhält man beidseitig glatte Bauteilflächen, konstante Wandstärken und Faservolumengehalte, sowie sehr maßhaltige Bauteile.

Somit eignet sich diese Technologie insbesondere zur Herstellung von Bauteilen, die hohen strukturellen Belastungen ausgesetzt sind oder besonderen Anforderungen in Bezug auf Maßhaltigkeit, Stabilität und Reproduzierbarkeit gerecht werden müssen.

Aufgrund der möglichen Teil- bis Vollautomatisierung stellt das Verfahren die zurzeit einzige serientaugliche Technologie zur Herstellung komplexer, dreidimensionaler und endlosfaserverstärkter Bauteile dar.